Von größeren Maschinen zu besseren Entscheidungen

Die Gesteins- und Zuschlagstoffindustrie entwickelt sich seit vielen Jahren durch Investitionen in leistungsfähigere Maschinen, effizientere Aufbereitungsanlagen und moderne Technologien zur Unterstützung der Produktion.

Ein Blick auf internationale Branchenveranstaltungen wie die Hillhead zeigt eindrucksvoll, wie rasant sich die Technologien in Steinbrüchen und Aufbereitungsanlagen weiterentwickeln.

Gleichzeitig zeichnet sich jedoch ein grundlegender Wandel ab.

Der Wettbewerbsvorteil wird künftig nicht mehr allein von der Leistungsfähigkeit einzelner Maschinen bestimmt.

In den kommenden Jahren werden Daten, deren intelligente Interpretation sowie die Fähigkeit, operative Entscheidungen schneller zu treffen, den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Welche Entwicklungen werden die Branche bis 2030 am stärksten beeinflussen?

1. Datenbasiertes Management wird zum Industriestandard

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Noch vor wenigen Jahren wurden viele Entscheidungen hauptsächlich auf Grundlage der Erfahrung von Produktionsleitern, Schichtführern oder Maschinenführern getroffen.

Diese Erfahrung bleibt auch künftig unverzichtbar. Sie wird jedoch zunehmend durch Echtzeitdaten ergänzt.

Steinbrüche werden sofort Antworten auf Fragen erwarten wie:

  • Wie hoch ist die aktuelle Produktionsleistung?
  • Welche Maschinen verursachen die höchsten Betriebskosten?
  • Wo entstehen Zeitverluste?
  • Wie verändert sich die Produktivität zwischen den Schichten?

Der Zugang zu diesen Informationen wird kein Wettbewerbsvorteil mehr sein.

Er wird zur Voraussetzung für ein effizientes Produktionsmanagement.

2. Energiemanagement und die Elektrifizierung mobiler Maschinen werden zu zentralen Produktions-KPIs

Steigende Energiekosten sowie die fortschreitende Elektrifizierung mobiler Maschinen machen das Energiemanagement zu einem der wichtigsten Entwicklungsfelder moderner Steinbrüche.

Noch vor wenigen Jahren lag der Fokus vor allem auf der Analyse des Kraftstoffverbrauchs.

Heute setzen immer mehr Hersteller und Betreiber elektrische Radlader, Bagger und Muldenkipper ein. Dadurch verändert sich die Art und Weise, wie die Effizienz mobiler Flotten überwacht wird.

Mit der zunehmenden Elektrifizierung gewinnen neue Kennzahlen an Bedeutung, darunter:

  • Energieverbrauch pro produzierter Tonne,
  • Energieprofile der Maschinen im Zeitverlauf,
  • Effizienz von Ladezyklen und Ladeplanung,
  • Leerlaufzeiten elektrischer Maschinen,
  • Anzahl der Transportzyklen und tatsächliche Flottenauslastung,
  • Anteil der Energie für Produktion und externe Transporte.

Damit steigen auch die Anforderungen an moderne Monitoringsysteme.

Immer wichtiger wird die Möglichkeit, Betriebsdaten direkt über den CAN-Bus elektrischer Maschinen zu erfassen und mit Produktions-, Logistik- und Energiedaten zu verknüpfen.

In den kommenden Jahren werden vor allem diejenigen Unternehmen Wettbewerbsvorteile erzielen, die die Gesamtenergieeffizienz ihrer Produktionsprozesse analysieren können – unabhängig davon, ob Maschinen mit Diesel oder Strom betrieben werden.

3. Künstliche Intelligenz wird tägliche Entscheidungen unterstützen

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Künstliche Intelligenz spielt in industriellen Diskussionen eine immer größere Rolle.

Ihr größter Nutzen besteht jedoch nicht darin, Menschen zu ersetzen.

Vielmehr wird sie als intelligentes Assistenzsystem die tägliche Entscheidungsfindung unterstützen.

KI-Systeme werden Unternehmen dabei helfen,

  • Ursachen sinkender Produktivität zu identifizieren,
  • ungewöhnliche Ereignisse frühzeitig zu erkennen,
  • Ausfallrisiken vorherzusagen,
  • Bereiche mit unmittelbarem Handlungsbedarf aufzuzeigen.

Damit entwickelt sich das Produktionsmanagement von einer rückblickenden Analyse hin zu einer aktiven Unterstützung zukünftiger Entscheidungen.

4. Ganzheitliche Transparenz über den gesamten Prozess wird entscheidend

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In vielen Unternehmen existieren noch immer getrennte Datenquellen für:

  • Produktion,
  • Energie,
  • Kraftstoff,
  • mobile Maschinen,
  • innerbetrieblichen Transport.

Die tatsächliche Effizienz entsteht jedoch an den Schnittstellen dieser Bereiche.

Die Zukunft gehört Unternehmen, die ihre Produktionsprozesse als ein zusammenhängendes Gesamtsystem betrachten.

Erst durch die Verknüpfung von Informationen aus Brechern, Siebanlagen, mobilen Maschinen, Energiesystemen und interner Logistik wird sichtbar, wo tatsächlich Kosten und Verluste entstehen.

5. Die größte Wettbewerbsstärke wird die Geschwindigkeit von Entscheidungen sein

Über viele Jahre konzentrierte sich die Branche vor allem auf die Steigerung der Maschinenleistung.

Dieser Ansatz bleibt wichtig.

Noch wichtiger wird jedoch die Fähigkeit, auf Veränderungen sofort reagieren zu können.

In der Praxis bedeutet dies die unmittelbare Erkennung von:

  • Produktionsstillständen,
  • Leistungsabfällen,
  • ineffizienter Maschinenauslastung,
  • steigenden Energiekosten,
  • Abweichungen von geplanten Produktionsparametern.

Unternehmen, die schneller als ihre Wettbewerber fundierte Entscheidungen treffen, werden selbst mit vergleichbaren Maschinenparks deutliche Wettbewerbsvorteile erzielen.

TMS Cortex

Fazit

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Die Gesteins- und Zuschlagstoffindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel.

Noch vor wenigen Jahren standen vor allem größere Maschinen und höhere Produktionsleistungen im Mittelpunkt von Investitionen.

Bis 2030 werden Daten, Energiemanagement, künstliche Intelligenz und schnelle Entscheidungsprozesse ebenso entscheidend für den Unternehmenserfolg sein.

Die Zukunft der Steinbrüche wird nicht allein davon abhängen, welche Maschinen eingesetzt werden.

Sie wird davon bestimmt werden, wie effektiv Unternehmen operative Daten in Wissen – und Wissen in bessere Entscheidungen – umwandeln können.

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